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Silberschmuck

PFLEGE

Wer kennt das Problem nicht – angelaufenes Silber. Von Zeit zu Zeit muss Silber mit Silberpolitur oder anderen Mitteln behandelt werden, um seinen Glanz zurückzuerhalten. Falls Sie angelaufenes Silber gerne behandeln möchten, aber keinerlei Politur im Haus haben, haben wir einige Tipps für Sie:

Silber glänzt wieder,
  • wenn man es über Nacht in Bier einlegt und am nächsten Tag mit Wasser abspült und poliert.
  • wenn man es mit Zahnpasta einreibt, dann warm abspült und mit einem trockenen Tuch poliert.
  • wenn man es in eine mit Alufolie ausgekleidete Schüssel legt, 500 g Kochsalz und 2-3 Liter kochendes Wasser dazu gibt und nach einer Stunde wieder herausnimmt und poliert.
  • wenn man es mit Kartoffelwasser übergießt, lauwarm nachspült und mit einem weichen Lappen trockenreibt.
  • wenn man es 30 Minuten in saure Milch einlegt und es dann lauwarm abwäscht und wieder trocken poliert.

Silber läuft nicht mehr an, wenn man einige Stücke Schulkreide mit in die Schublade legt.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


SILBER

Das griechische ‚argyron’, was soviel bedeutet wie „glänzend, strahlend“, ist verwandt mit dem lateinischen Wort für Silber: ‚argentum’. Das heute verwendete Elementsymbol für Silber „Ag“ leitet sich ebenfalls von argentum ab. Die Ägypter nannten das Silber „Mondmetall“. Von den Alchimisten wurde das Silber „Luna“ oder „Diana“ genannt und erhielt als Symbol die Mondsichel. All diese Herleitungen belegen, dass Silber schon in der Antike eine wichtige Rolle gespielt hat.

Man geht anhand von Funden davon aus, dass Silber sogar schon seit über 4500 Jahren bekannt ist. Die ersten silberhaltigen Münzen stammen aus dem Lydien des 7. Jahrhunderts v. Chr. Sie wurden aus einer Legierung von Gold und Silber, dem so genannten Elektrum, hergestellt. Überlieferungen sagen aus, dass sich bedeutende Silberbergwerke der Antike unter anderem in Spanien, Griechenland und Kleinasien befanden. Die Phönizier sollen Bergwerke mit über 40.000 Bergwerksarbeitern betrieben haben. Wichtige Silberfundstätten des Mittelalters waren in Böhmen, in der Steiermark und im Harz. Für die Europäische Geschichte bedeutsam wurde das Silberbergwerk von Schwaz im Tirol, das auch als „die Mutter aller Bergwerke“ gilt.

Am häufigsten kommt Silber im Verbund mit anderen Metallen vor und fällt als Beiprodukt dieser Gewinnung an. So gewinnt man den größten Teil der Produktion des Silbers. Die Förderung hängt daher weniger vom aktuellen Silberpreis ab, als vielmehr von den Weltmarktbedingungen jener Metalle, mit denen zusammen Silber überhaupt erst zu rentablen Preisen gefördert werden kann.

Zu einem kleinen Teil kommt Silber sogar in seiner reinen Form vor. Die bedeutendsten Lagerstätten reinen Silbers befinden sich in Mexiko und den USA, Peru, der ehemaligen Sowjetunion, Chile, Kanada und Australien. In Europa finden sich Silberminen im Erzgebirge, im Harz, in Siebenbürgen, in Norwegen und Ungarn. Auch in China und Japan wird Silberbergbau betrieben. Im Jahr 1992 wurden weltweit über 13.500 Tonnen hergestellt. Ein erheblicher Teil des Metalls wird über die Aufarbeitung von silberhaltigem Schrott (z. B. aus der Elektronikindustrie) zurück gewonnen.

Die Hauptmengen an Silber gewinnt man aus silberhaltigen Erzen. Dabei sind insbesondere Blei-, Zink- und Kupfererze von großer Bedeutung. Über die Hälfte der Weltproduktion an Silber gewinnt man als Nebenprodukt bei der Verhüttung von Bleiglanz. Fast das gesamte in Europa produzierte Silber erhält man aus diesem Bleisulfiderz. In den Vereinigten Staaten gibt es nur relativ wenige Minen, in denen nach reinem Silber geschürft wird.


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