BABYS SCHLAF
Wer schläft, baut neue Energiereserven auf. Schlafentzug
kann zu Konzentrationsschwäche, Gereiztheit und
Aggressionen führen. Das ist auch bei Neugeborenen
nicht anders. Zusätzlich werden bei Kindern nachts
mehr Wachstumshormone freigesetzt als tagsüber.
Der Schlaf ist dadurch also auch für das Wachstum
und die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung.
Schlafdauer: Neugeborene sollten in der Regel bis
zu 15 Stunden täglich schlafen. Anfangs wachen
sie meist alle 2-3 Stunden auf, um gestillt zu werden.
Ab dem 4. Monat werden die Abstände zum Stillen
größer und bis zum 6. Monat sollte das
Baby ungefähr 6 Stunden durchschlafen. Kleinkinder
zwischen 1 bis 5 Jahren haben einen Schlafbedarf von
12 oder mehr Stunden. Deshalb sollten Sie Ihr Baby
mittags unbedingt für ein paar Stunden hinlegen,
damit es seinen Schlafbedarf komplett decken kann.
Schlafrhythmus: Anfangs wird Ihr Baby alle 2-3 Stunden
wach, um gestillt zu werden. In der Nacht kann dies
für die junge Mutter sehr anstrengend sein, denn
es bedeutet für sie permanenten Schlafmangel.
Manche Mütter haben Glück und Ihr Baby schläft
nachts schnell 4 bis 5 Stunden am Stück. Wenn
Sie versuchen möchten, den Schlafrhythmus Ihres
Kindes (ab dem 5. Monat) dahingehend zu beeinflussen,
dass es nachts länger schläft, sollten Sie
versuchen, ihm zu vermitteln, dass es nachts langweilig
ist. Dazu sollten Sie kein Licht machen, möglichst
wenig mit Ihrem Kind reden und ihm statt Milch ein
Fläschchen mit Wasser geben, falls es nur durstig
ist. Wenn Sie das Baby wickeln müssen, machen
Sie dies, ohne mit ihm zu spielen. Dies mag zwar herzlos
klingen, aber es hilft Ihnen, das Baby schnell daran
zu gewöhnen, dass die Nacht zum Schlafen da ist.
Schlafplatz: Viele Eltern nehmen Ihr Kind mit zu
sich ins Bett, da man das Kind nachts schneller stillen
kann und das Baby bei den Eltern meist weniger schreit
und länger durchschläft. Es ist ganz natürlich,
dass ein Kind sich im Bett der Eltern am wohlsten
fühlt. Hier findet es Wärme, Geborgenheit
und Nähe. Die meisten Kinder ziehen dies auch
einem ruhigen, eigenen Zimmer, wo man einsam und verlassen
ist, vor. Hat Ihr Kind sich jedoch erst einmal daran
gewöhnt, bei Ihnen zu schlafen, kann es sehr
schwer sein, ihm dies wieder abzugewöhnen. Es
ist ausgesprochen wichtig, sich alle Konsequenzen
vorher bewusst zu machen und mit dem Partner zu besprechen.
Finden alle Beteiligten es gemütlich und wie
lange noch? Was ist mit dem Sexualleben der Eltern?
Ist überhaupt Platz genug für drei? Was
ist, wenn ein weiteres Kind kommt? Und so weiter.
Ein Mittelweg könnte sein, das Kinderbett neben
dem Bett der Eltern aufzustellen, so dass die Eltern
zumindest in greifbarer Nähe sind.
Tipps: Lassen Sie Ihr Kind nicht schreien, bis es
eingeschlafen ist. Kinder, die weinen, brauchen ihre
Eltern. Sei es, weil Sie ängstlich sind oder
Schmerzen haben. Allein Ihre Anwesenheit gibt dem
Baby Geborgenheit. Oft reicht es, wenn Sie es ein
wenig streicheln und es zudecken, damit es sich geborgen
fühlt. Ein weinendes Kind braucht die Gewissheit,
dass es nicht allein ist. Gewöhnen Sie Ihrem
Kind aber nicht an, dass Sie es zum Trösten in
den Arm nehmen. Ihre Anwesenheit und ein wenig guter
Zuspruch sind ausreichend.
Benutzen Sie das Bett nie als Bestrafung, sonst wird
Ihr Kind sicherlich in Zukunft ungern schlafen und öfter
schreien.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
FOLSÄURE WICHTIG FÜR SCHWANGERE
Das wasserlösliche Vitamin Folsäure spielt eine wichtige Rolle
im Stoffwechsel der Erbsubstanz DNA. Ist zu wenig Folsäure vorhanden,
sind die Zellteilung und vor allem das Blut bildende System gefährdet.
In der Schwangerschaft ist Folsäure für die Zellteilung notwendig,
weshalb gerade der Fötus für die DNA-Synthese auf eine ausreichende
Zufuhr des Vitamins angewiesen ist. Bereits zwischen dem 21. und 28.
Tag der Schwangerschaft wird das Neuralrohr des Embryos angelegt, aus
dem sich Gehirn und Rückenmark entwickeln.
Schließt sich das Neuralrohr nicht oder nur unvollständig,
kommen die Kinder mit Missbildungen wie einem offenen Rücken
oder teilweise bzw. vollständig fehlendem Gehirn zur Welt. Jährlich
werden in Deutschland schätzungsweise 800 Kinder mit einem Neuralrohrdefekt
geboren, was neben dem Tod auch zu einem lebenslangen Leiden führen
kann. Querschnittslähmung, keine Kontrolle über Blase und
Darm sowie ein Wasserkopf können die Folge sein.
Frauen können diese Missbildungen vorbeugen, indem sie schon
vor der Schwangerschaft bewusst Folsäure zu sich nehmen. Dafür
gibt es in der Apotheke besondere Folsäurepräparate. Das
Vitamin ist aber auch besonders reichhaltig in Spargel, Erdbeeren,
grünem Blattgemüse und in Bierhefe enthalten. Der Verzehr
von folsäurehaltigen Präparaten oder Lebensmitteln ist zudem
gut für Herz und Kreislauf und beugt nach neuesten Erkenntnissen
auch Migräne und Schlaganfälle vor.
|