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Unterwäsche

WÄSCHETRENDS 2004

Der Sommer 2004 erlaubt alles zu tragen, was gefällt. Besonders angesagt sind Weiß in Kombination mit Rot oder anderen kräftigen und schrillen Farben. Die Farbe Pink knüpft an die 80er Jahre an. Das gilt auch für Oberbekleidung und Unterwäsche. Weiß, Schwarz und Beige sind nach wie vor die Klassiker, allerdings sollten modebewusste Frauen sich in dieser Saison ruhig an schrille Farben und ausgefallene Muster wagen.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


ENTWICKLUNG VON UNTERWÄSCHE UND DESSOUS

Unterwäsche war nicht immer selbstverständlich. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, und auch dann nur sehr vereinzelt, begann man in den höheren Gesellschaftsschichten, Unterwäsche zu tragen. Die einfachere Bevölkerung trug bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts keine Unterwäsche.

Frauenunterhosen bestanden bis ca. 1900 aus zwei Röhren, waren im Schritt offen und wurden nur in der Taille mit Hilfe von Bändern festgehalten. Erst die Reformbewegungen des beginnenden 20. Jahrhunderts bewirkten, dass die Unterhosen im Schritt zusammengenäht wurden. Als die Damenoberbekleidung nach dem 1. Weltkrieg enger und kürzer wurde, folgte auch die Damenunterwäsche mit weniger langen und dafür engeren Schnitten. Um 1930 wurden Schlupfhosen kreiert, die Vorläufer unserer heutigen Slips. Sie waren damals allerdings viel länger und weiter als die heutigen Modelle.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Unterwäsche dann vom totgeschwiegenen notwendigen Übel zum industriellen Massenartikel. Das Umformen von Filz und Stoff zu Hüten legte 1970 den Grundstein zur thermischen Verformung von Textilien und damit auch zur Herstellung von Büstenhalterschalen. Gleichzeitig veränderte sich auch die Werbung für Unterwäsche enorm.

War die Werbung zunächst sehr konservativ und zurückhaltend, wurde sie im Laufe der Jahre sehr körperbewusst und spielte mit den weiblichen Reizen. Die Materialien, die Farben und die Verarbeitung haben sich in den letzten Jahrzehnten extrem verändert und weiterentwickelt. Die populärsten Formen sind heute der Tanga, Frenchcut, Page oder Panty. Die unterschiedlichen Materialien haben ihre Vor- und Nachteile.

Baumwolle ist strapazierfähig und hautfreundlich, da aus natürlichen Materialien, pflegeleicht und preisgünstig, aber auch relativ schwer und langsam zu trocknen. Kunstfaser wie Polyester oder Nylon dagegen trocknen relativ schnell, wirken wärmeisolierend und leiten Feuchtigkeit schnell ab, sind aber meist relativ teuer, nur bei niedriger Temperatur waschbar und nehmen Körpergerüche schneller auf.


UNTERWÄSCHE FÜR BRUSTKREBS-GESCHÄDIGTE

Brustkrebs ist für Frauen ein sehr ernstes Thema. Für die Betroffenen bedeutet es einerseits, mit einer Krebserkrankung umgehen zu müssen, andererseits trifft gerade Brustkrebs die Frau tief in ihrer Weiblichkeit und hat enorme Auswirkungen auf ihr Körperbild und ihr Selbstverständnis als Frau.

Jährlich erkranken in Deutschland schätzungsweise 350.000 Menschen an Krebs. Gegenwärtig leben in Deutschland mehr als 500.000 Frauen, die wegen Brustkrebs operiert werden mussten. Um diesen Frauen zu helfen, ihr Selbstbewusstsein wieder zu finden, haben Designer in den letzten Jahren Unterwäsche und Bademode für Frauen kreiert, die wegen Brustkrebs operiert wurden.

Bei der Entwicklung von Schnitt und Design wurden die spezifischen Anforderungen von Frauen, die wegen Brustkrebs operiert wurden, besonders berücksichtigt. Von optimierter Passform, Sitz und Tragekomfort profitieren Frauen mit jedem Dekolleté. Außerdem erlaubt diese Wäsche, Brustprothesen unbemerkt zu tragen. Andere Hilfsmittel, die zur Steigerung der Lebensqualität beitragen können, sind Perücken und Kopftücher, die ein Kaschieren des Chemotherapie-bedingten Haarausfalls erlauben.


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