VIDEO-RAUBKOPIEN FAST NUR NOCH AUF DISC
Im vergangenen Jahr beschlagnahmte die „Gesellschaft zur
Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ (GVU) mehr Video-Raubkopien
als jemals zuvor. Dabei scheinen sich die Raubkopien nach den
Gesetzen des Marktes zu entwickeln. Analog zum Boom der Digitalen
DV-Speichermedien in den vergangenen Jahren verfolgt die GVU fast
ausschließlich nur noch Urheberrechtsverletzungen im Bereich
digitaler Datenträger. Dieser Wandel ist seit dem Jahr 2001
feststellbar. Damals stellten die VHS-Kassetten zum letzten Mal
den Großteil der beschlagnahmten Medien, seitdem ist offenbar
die DVD zum wichtigsten Medium der Raubkopierer geworden. Nach
Angaben der GVU wurden im Jahr 2003 über 200.000 digitale
Raubkopien beschlagnahmt und lediglich noch knapp 24.000 VHS-Kassetten.
(Nachricht vom 15.07.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
JEDE DRITTE MUSIK-CD EINE RAUBKOPIE?
Das Raubkopien-Musikbusiness soll im vergangenen Jahr 4,5
Milliarden Dollar umgesetzt haben. Die weltweite Musikpiraterie
nimmt zwar dank verstärkter polizeilicher Aktionen nicht
mehr so stark zu wie in den Jahren zuvor, dennoch erachtet der
internationale Branchenverband „IFPI“ die derzeitige
Lage immer noch als alarmierend. Der größte Markt
für Musikpiraten ist derzeit China, wo der Umsatz mit Audio-Raubkopien
die Marke von 600 Millionen US-Dollar erreicht hat. Russland
ist die zweite große Schwachstelle im internationalen
Kampf gegen die Musikpiraterie: Hier soll der Markt an die 330
Millionen Dollar erreicht haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist
die Zahl der Raubkopien im Jahre 2003 um zehn Prozent gestiegen.
Die Steigerungsraten sind zwar nicht mehr so hoch, dennoch kann
der Branchenverband noch keine Entwarnung geben. Weiter forderte
der IFPI härtere Strafen für Musikpiraten und eine
strengere Regulierung der CD- Herstellung, um das Entstehen
illegaler Produktionsstätten zu erschweren.
(Nachricht vom 30.07.2004)
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