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China

CHINA – DAS REICH DER MITTE ENTDECKEN

Lange ist es her, da schottete sich China nahezu komplett von der Außenwelt ab und lies keine “Barbaren” (so die allgemein gültige Bezeichnung für Ausländer) in sein Land. Das Ende der Geschichte ist bekannt – Ende des 19. Jahrhunderts zwangen die Briten China zur Öffnung seiner Grenzen und somit zum Handel – der Anfang vom Ende der chinesischen Kaiserherrschaft. Doch auch seit in China der Kommunismus herrscht, ist das Land nicht unbedingt ein beliebtes Reiseziel für Touristen gewesen, die Einreise für Individualtouristen war schwierig und wurde nicht gefördert. Eher schon ging es in Reisegruppen mit staatlicher Aufsicht, so dass der schädliche kapitalistische Einfluss auf die Bevölkerung eingedämmt werden konnte.

Mit dem großen Umschwung, den China in den letzen Jahren erfahren hat, ändern sich jedoch auch diese rigiden Einreisebestimmungen. Individualtouristen können nunmehr relativ einfach ein Visum erhalten und das Land auf eigene Faust entdecken.

Hier die wichtigsten Informationen zur Einreise im Überblick:

Visabestimmungen

Zum Erhalt eines Visums müssen Sie die für die meisten Länder erforderlichen Papiere vorlegen:
einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und eine Seite für das Visum frei hat, ein Lichtbild, das am leserlich ausgefüllten Antragsformular angebracht ist, und natürlich die Visumgebühr. Die Papiere müssen persönlich eingereicht werden (d.h. Sendung mit der Post ist ausgeschlossen), alternativ kann man einen Visumservice damit beauftragen, dessen Dienste jedoch wieder zusätzlich kosten. Dies kann aber immer noch billiger sein als extra nach Berlin, Bonn, Hamburg oder München zu fahren, wo die Abgabe der Formulare möglich ist.

Preise sind überschaubar:
Die Visumgebühr beträgt für Touristen und Geschäftsreisende 20 Euro (einmalige Einreise) bzw. 30 Euro, wenn Sie zweimal einreisen wollen. Möchten Sie innerhalb von 6 Monaten mehrmals einreisen, zahlen Sie 40 Euro, für ein Jahr 60 Euro.

Die letzten beiden Optionen stehen nur Geschäftsreisenden zur Verfügung bzw. Ausländern mit Arbeitserlaubnis.

Benötigen Sie Ihr Visum am selben Tag oder innerhalb von 2 Arbeitstagen, müssen Sie 30 bzw. 20 Euro dazurechnen. Visa können auch in China verlängert werden.

Für ein Arbeitsvisum müssen Sie die Arbeitserlaubnis des Ministeriums für Arbeit und soziale Sicherung der VR China vorlegen, zusätzlich bei einem Aufenthalt von über einem Jahr einen AIDS-Test.

Geschäftsreisende benötigen die Originaleinladung der Firma, des Ministeriums oder der sonst zuständigen Stelle, die sie besuchen möchten.

Wichtig: Sie müssen Ihrem Antragsformular einen frankierten Rückumschlag beilegen! Außerdem sollten Sie die Reise spätestens 3 Monate nach Ausstellung des Visums antreten, sonst wird das Papier wieder ungültig

Übrigens müssen Touristen bei einem Aufenthalt von über 24 Stunden eine Meldung bei den örtlichen Behörden vornehmen. In Hotels wird dies vom Personal übernommen, bei Übernachtung bei Freunden müssen diese die Meldung vornehmen. Dies wird in verschiedenen Regionen allerdings unterschiedlich streng gehandhabt.

Impfungen und Reisemedizin

Generell sind zur Einreise nach China keine Impfungen vorgeschrieben, außer, Sie reisen aus einem Gelbfiebergebiet ein. Dann müssen Sie ein gültiges Impfzertifikat vorlegen. Empfohlen werden aber Impfungen gegen Tetanus/Diphterie, Hepatitis A und B, Polio, Typhus und, sollten Sie sich länger im Land aufhalten und in ärmeren Gebieten unterwegs sein, Tollwut.

Das Malariarisiko und auch die anzuwendende Profilaxe hängt davon ab, in welches Gebiet Sie zu welcher Jahreszeit reisen. Unterhalb des 25. Breitengrades (nördlich) herrscht ganzjähriges Malariarisiko (von gering bis hoch), zwischen Mai und Dezember wandert es auch weiter nördlich über den 33. Breitengrad hinaus.

Generell sollten Sie auch mit dem Essen vorsichtig sein und Ihrem Körper Zeit geben, sich an die ungewohnte Nahrung zu gewöhnen. Der alte Spruch: “wenn man es nicht braten, kochen oder schälen kann, sollte man es nicht essen”, hat auch hier seine Gültigkeit. Darmerkrankungen sind trotzdem kaum zu vermeiden, müssen aber nichts Ernstes sein, da andere Gewürze und Zutaten einfach eine Umstellung für den Darm bedeuten. Denken Sie aber auf jeden Fall an Kohletabletten und andere Durchfallmedikamente, die aber nur im absoluten Notfall (z.B. bei längeren Fahrten) eingesetzt werden sollten. Achten Sie auf genug Flüssigkeitszufuhr.

Zollvorschriften

Bei der Einreise ist es ganz einfach – Sie müssen angeben, welche Wertgegenstände und wie viel Fremdwährung Sie bei sich haben, und sollten diese Gegenstände auch wieder bei sich haben, wenn Sie ausreisen (abgesehen vom Geld natürlich). Die Kontrollen sind in diesem Punkt bei der Ausreise aber nicht sehr streng. Chinesische Währung darf nicht ein- oder ausgeführt werden. Kulturgüter dürfen auch nicht ausgeführt werden, wenn Sie also Antiquitäten oder ähnliches kaufen, sollten Sie sich eine Ausfuhrgenehmigung besorgen, um zu vermeiden, dass Ihr erworbenes Kunststück oder auch Sie etwas länger in China bleiben.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


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