NEUES NATURHISTORISCHES MUSEUM AUF LESBOS
Mit knapp drei Jahren ist das Museum für Naturgeschichte
auf Lesbos noch ziemlich neu. Man findet es in Sigri, im westlichen
Teil der Insel. Das Museum dient der weiteren Erforschung, Darstellung,
Konservierung und Bewahrung des dortigen versteinerten Waldes,
eines in Europa einzigartigen Naturmonuments. Das 1.597 Quadratmeter
große Gebäude der Architekten Stavros Pantos-Kikkos
und Sotiris Frangos ist bewusst schlicht gehalten und der besseren
Einfügung in die Landschaft wegen mit Stein verkleidet. Neben
den Ausstellungsräumen, den Laboratorien und den Magazinen
umfasst es einen Naturgarten, ein Freilichttheater, eine Bibliothek,
einen Multifunktionssaal und ein Gästehaus.
In dem Museum werden 3,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte dargestellt.
Die Ausstellung enthält neben versteinerten Pflanzenresten
auch tierische Fossilien (Dinotherium) sowie Darstellungen der
Entwicklungsgeschichte von Flora und Fauna, vom Einzeller bis
zur hochentwickelten Pflanze.
(Nachricht vom 03.07.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
MUSIK UND TÄNZE DER INSEL
Die Musik der Insel sowie ihre Tänze sind von den Musikströmungen
beeinflusst worden, die die Griechen an der gegenüber liegenden
kleinasiatischen Küste entwickelten. Volksmusikgruppen, begleitet
von Tänzern in Lokaltrachten, verbreiten noch heute bei allen
freudigen Anlässen eine einmalige Note von Freude und Lebendigkeit.
Erwähnenswert ist der traditionelle Instrumentenbau. Besonders
das Seiteninstrument „Santoúri“ (trapezförmiges
Seiteninstrument, wird ähnlich wie ein Xylophon bedient)
begleitet jede musikalische Komposition auf Lesbos. Typische Tänze
sind „Lesviakós“, „Bálos“ und „Mytilinaikós“ – allesamt
Tänze, die aus dem Lebensgefühl der Lesbioten für
Freiheit und Liebe entwickelt wurden.
(Nachricht vom 03.07.2004)
KEIN BALLERMANN AUF LESBOS
Lesbos ist touristisch nicht überlaufen - wahrscheinlich, weil
die meisten Strände keine Sandstrände sind. Obwohl Lesbos
die drittgrößte griechische Insel ist, ist der überwiegende
Teil „touristenfrei“. Auf Lesbos wird sowohl Natur-
als auch Denkmalschutz groß geschrieben. Die Stadt Molivos
steht beispielsweise komplett unter Denkmalschutz; Hotelburgen sucht
man da vergebens. Die meisten Hotels haben nur um die 30 Betten.
Wer Urlaub á la Ballermann sucht, ist auf Lesbos also falsch.
Lesbos ist eher etwas für Leute, die Ruhe, Entspannung, Kultur
und Griechenland pur suchen.
(Nachricht vom 03.07.2004)
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