MIAMI
Miami ist an der Atlantikküste, an der Südspitze von Florida,
gelegen. Es ist dort das ganze Jahr über herrlich warm und üblicherweise
in den Sommermonaten ziemlich heiß und feucht. Die meisten Touristen
ziehen es deshalb vor, Miami zwischen Oktober und April zu besichtigen.
Sport im Freien kann man in Miami zu jeder Jahreszeit ausüben.
Man nehme also Badekleidung und viele leichte Kleider mit! Ein
Sonnenhut und gute Sonnencremes sind selbst in den Wintermonaten
wesentlich. In Miami ist die Bekleidung zu fast jeder Tageszeit
und Gelegenheit entspannt und sportlich. Einige Restaurants
der oberen Klasse verlangen zwar das Tragen eines Jacketts und
einer Krawatte - doch die meisten Etablissements verzichten
darauf.
In Miami haben sich Hunderttausende von hispanischen Einwanderern
aus Kuba, Puerto Rico sowie Zentral- und Südamerika niedergelassen.
Man spricht fast überall in der Stadt Spanisch. Viele Anzeigetafeln
sind in Englisch und in Spanisch, insbesondere im spanischen
Viertel „Little Havana“. Die Kubaner ließen
sich anfangs vor allem im Bereich um die Calle Ocho Street (Southwest
Eighth Street) nieder. Heute empfängt und beherbergt dieses
farbenprächtige Viertel die Einwanderer aller Länder
Lateinamerikas.
Miami und Miami Beach sind in der Tat zwei deutlich verschiedene
Städte. Miami Beach, an der Küste gelegen, ist fast
ausschließlich auf Tourismus ausgerichtet und besteht
hauptsächlich aus Hotels und Ferienwohnungen. Miami, landeinwärts
gelegen, ist eine kosmopolitische Stadt mit klarem lateinamerikanischem
Geschmack.
Der weltberühmte Art-Déco-District in Miami mit
seinen Neonröhren und den pastellfarben angemalten Häuserfassaden
entstand Ende der Dreißiger Jahre am südlichen Zipfel
Miamis. Das Viertel wurde schnell zur touristischen Attraktion,
war zeitweise vom Verfall bedroht und ist heute wieder eine
der Attraktionen von Miami. Um den Weg dorthin zu finden, besucht
man das Empfangszentrum der Miami Design Preservation League.
Dort kann man eine Audiokassette mit Kommentaren zur Besichtigung
des historischen Bereiches des Art Deco erhalten. South Beach,
wo der Modeschöpfer Gianni Versace lebte, gilt im Übrigen
als eines der angesagtesten Wohngebiete der Welt.
Wenn man sich vom Strand wegreißen kann, sollte man den
Papageien-Dschungel (Parrot Jungle and Gardens), den Affen-Dschungel
(Monkey Jungle), den Zoo (Metrozoo), Vizcaya (eine fabelhafte
Villa im italienischen Renaissancestil), das Metro-Dade-Kulturzentrum
und das Holocaust Memorial besuchen. Man kann auch Rundfahrten
per Schiff, Flugzeug, Helikopter oder mit dem Auto unternehmen.
Miami ist für alle möglichen Arten von Wassersport
bekannt – Angeln, Gerätetauchen, Schnorchelschwimmen,
Surfen und Wasserski. Golf und Tennis sind hier ebenfalls sehr
beliebt. Pferderennen und Windhundrennen sowie Jai alai sind
obendrein äußerst populäre Zuschauersportarten.
Miami Beach bietet neben tollen Badestränden ein mannigfaltiges
Nachtleben. Die großen Hotels haben ausgefeilte Bühnenshows
und das Art Deco-Viertel ist ebenfalls voller Bars und Nachtlokale.
Man sollte sich ein Gratis-Exemplar von \"This Week in Miami-Miami
Beach\" in einem Hotel genehmigen: Dort findet man eine
Zusammenstellung aller Shows und Unterhaltungsattraktionen der
Stadt.
Sowohl Miami als auch Miami Beach bieten viele ausgezeichnete
Restaurants mit einer großen Auswahl. Meeresfrüchte
sind dabei die lokale Spezialität. Joe\'s Stone Crab Restaurant
ist ein sehr bekannter Spot in Miami Beach - besonders beliebt
für seine großen Portionen und seine ausgezeichnete
Kost. Wo auch immer man isst, versäumen sollte man nicht,
vom Key Lime Pie (Limonenkuchen), einen famosen Nachtisch aus
Florida, zu kosten.
Gute Einkaufsgelegenheiten gibt es in Miami in Hülle und
Fülle. Für exklusives Shopping sollte man die Ball
Harbor Mall ins Auge fassen. Andere Einkaufszentren sind Bayside
Market Place, Coconut Grove, The Falls, Aventura Mall und Cocowalk.
Wenn man ein ernsthafter Jäger günstiger Einkaufsgelegenheiten
ist, empfiehlt sich die Sawgrass Mills Factory Discount Mall
in Sunrise, etwa 40 Minuten nördlich der Stadt. Sie enthält
173 Outlet Stores. In der Gegend von Little Havana befinden
sich viele kleinere Geschäfte mit ungewöhnlichen und
interessanten Verkaufsartikeln. Dort ist es jedoch gut möglich,
dass man auf spanische Sprachkenntnisse angewiesen ist, um wirklich
gute Geschäfte zu machen.
Die persönliche Sicherheit stellt immer – wie in
jeder Großstadt - eine Sorge dar. Miami ist vor einigen
Jahren ungünstig in die Schlagzeilen geraten, als mehrere
Touristen beraubt und getötet wurden. Die Stadt hat in
der Tat eine hohe Verbrechensrate, sie ist jedoch verhältnismäßig
sicher für Jeden, der gewisse Regeln beachtet. Bei Dunkelheit
sollte man sich beispielsweise nicht unbedingt außerhalb
der Tourismuszonen aufhalten.
Es gibt zwei große Nationalparks in der Nähe von
Miami. Der Everglades National Park ist das größte
subtropische Wildnisgebiet der Vereinigten Staaten. Er umfasst
mehr als 6.000 Quadratkilometer von natürlichem Lebensraum,
wovon mehr als die Hälfte mit Wasser bedeckt ist. Der Haupteingang
wird über Florida City, südlich von Miami, erreicht.
Er ist übers ganze Jahr geöffnet. Der Biscayne National
Park kann erreicht werden, indem man über Homestead nach
Süden reist. Er besteht hauptsächlich aus unberührten
Küsten und Inseln, kristallklarem Ozeanwasser und Korallenriffen.
Der größte Teil von Biscayne Park befindet sich unter
Wasser, entlang der Südspitze der Halbinsel Floridas und
um die nördlichen \"Keys\".
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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