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Nordsee

HELGOLAND

Die Insel Helgoland (niederdeutsch „Heiliges Land“), ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und liegt mitten in der Nordsee. Ihr Wappenspruch lautet: „Rot ist die Kant\', grün ist das Land, weiß ist der Strand, das sind die Farben von Helgoland“. Die Hauptinsel bildet zusammen mit der benachbarten „Düne“ eine politische Gemeinde im Kreis Pinneberg/Schleswig-Holstein. Mit Ausnahme einiger Rettungs-, Feuerwehr- und sonstiger Gemeindefahrzeuge ist die Insel verbrennungsmotorfrei. Selbst für das Fahrradfahren benötigt man eine Sondergenehmigung.

Geologische Sehenswürdigkeiten auf Helgoland sind der „Hengst“, heute wenig wahrhaftig als „Lange Anna“ bezeichnet, und der Lummenfelsen. Nicht als Sehenswürdigkeit gedacht, aber bei nautischem Interesse sehenswert, ist der Seenot-Rettungskreuzer der DGzRS.

1945 war Helgoland nach einem verheerenden Bombardement der Engländer unbewohnbar und musste evakuiert werden. Es folgte der erfolglose Versuch der Engländer, die Insel zu sprengen (18. April 1947) - die größte nichtnukleare Sprengung der Geschichte. Schließlich blieb Helgoland militärisches Sperrgebiet und Übungsgelände für die Bomber der britischen Luftwaffe, bis der Bevölkerung Helgolands 1952 erlaubt wurde, wieder auf ihre Insel zurückzukehren. Seitdem blüht dort der Tourismus und Kurbetrieb.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


EIN EINZIGARTIGES NATURERLEBNIS: DAS WATTENMEER

Das Wattenmeer verdankt seine Entstehung in erster Linie dem Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit. Immer wieder brach das Meer - insbesondere bei Sturmfluten - in das Land ein. So entstanden Flachwasserzonen, die bei Ebbe trockenfallen - das Watt.

Das Watt ist idealer Lebensraum für verschiedene Meeresbewohner wie Krebse, Muscheln und Würmer. Weiterhin zieht das Watt verschiedene Landbewohner an - vor allem eine sehr große Anzahl von Vogelarten. Viele Tierarten sind an den speziellen Lebensraum angepasst und entsprechend kommt eine große Anzahl der Arten wirklich nur hier vor. Dazu zählen die Strandkrabben, die Wattwürmer und verschiedene Muschelarten, die im Schlamm leben. Sie stellen die Nahrungsgrundlage dar für Vögel und Fische.

Doch damit nicht genug. Das Watt stellt nur einen Teil des Lebensraumes Wattenmeer dar. Hinzu kommen die Salzwiesen, Sandstrände und Dünen der Küste, die vor allem Nist- und Versteckmöglichkeiten für die Vögel bieten. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Sandbänke, die als Ruheplätze für die wohl prominentesten Bewohner der Nordseeküste dienen: die Seehunde. Auf diese Weise stellen alle diese Teilsysteme ein komplexes Ökosystem dar. Von vielen Gemeinden und Orten an der Küste werden geführte Wattwanderungen unter der Leitung kundiger Wattführer angeboten.

Entsprechend der Einzigartigkeit des Wattenmeeres und der zunehmenden Bedrohung des Systems durch den Tourismus und die Industrie wurde das Wattenmeer zum größten Teil unter Schutz gestellt. Bereits 1985 erfolgte die Einstufung des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres zum Nationalpark, ein Jahr später folgte auch das Niedersächsische Wattenmeer. Der kleinste Teil des Wattenmeeres, das Hamburger Wattenmeer, wurde 1990 diesem Schutzgebiet hinzugefügt. Seit 1991 ist das gesamte norddeutsche Wattenmeer als Biosphärenreservat der UNESCO ausgeschrieben und steht somit unter internationalem Schutz.


NORDSEE

Die Nordsee ist Teil des Atlantiks und somit ein Meer. Sie liegt zwischen Großbritannien im Westen, Norwegen im Nordosten, Dänemark im Osten und Deutschland, den Niederlanden und Belgien im Südosten.

Im Süden geht die Nordsee durch die Straße von Dover in den Ärmelkanal über, im Osten hat sie über Skagerrak und Kattegat Kontakt zur Ostsee und nach Norden öffnet sie sich zum Nordmeer. Neben der Schelde, der Maas, dem Rhein, der Weser und der Elbe mündet die Themse – und zwar nördlich der Straße von Dover - in dieses Meer.

Zu den größten Inselgruppen der Nordsee gehören Helgoland, die Nordfriesischen Inseln, die Ostfriesischen Inseln und die niederländischen Westfriesischen Inseln. Zwischen Esbjerg (Dänemark) im Norden und Den Helder (Niederlande) im Westen erstreckt sich das Wattenmeer. Dies ist eine von Ebbe und Flut geprägte Landschaft, die mittlerweile zum Nationalpark ernannt wurde.

Zu den bekanntesten Städten an der Nordsee zählen Aberdeen, Den Haag, Haarlem, Rotterdam, Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven, Esbjerg und Bergen. Übrigens: Über die Weser und die Elbe gehören auch Bremen und Hamburg zu den wichtigen deutschen Nordseehäfen.

Die Oberfläche der Nordsee beträgt ungefähr 575.000 Quadratkilometer, die Wassermenge umfasst etwa 54.000 Kubikkilometer. An der tiefsten Stelle misst die Nordsee 725 Meter; die Durchschnittstiefe liegt etwa bei 94 Metern. Der Salzgehalt des Wassers beträgt 3,5 Prozent.


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