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DDR

STREIT UM DDR-LOGO

Ein Kaufmann aus Karlsruhe hat sich für 300 Euro fast die komplette Palette früherer DDR-Insignien, wie das SED-Zeichen und das DDR-Wappen als Marke schützen lassen. Nun will er Lizenzgebühren von Herstellern von DDR-Nostalgie-Artikeln. Bisher waren die Aufdrucke auf T-Shirts, Feuerzeugen oder ähnlichem kostenfrei.

Medienanwalt Sven Krüger stellt nun einen Löschantrag beim Deutschen Patent- und Markenamt in München, da seiner Meinung nach das Wappen niemals als Marke hätte eingetragen werden dürfen. Der Kaufmann habe beim Amt den Eindruck erweckt, eigene Artikel vor Plagiaten schützen zu wollen, was aber nicht zuträfe.

Noch völlig ungeklärt ist der Umstand, wie der Kaufmann auch die Rechte am FDJ-Logo erhalten konnte. Die noch immer existierende FDJ ist nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Juli 1954 eine verfassungswidrige Organisation.

(Nachricht vom 23.04.2004)

(Alle Angaben ohne Gewähr)


„ZU SPÄT FÜR SONDERWIRTSCHAFTSZONE OST“

Der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Alexander von Witzleben, spricht sich dagegen aus, eine Sonderwirtschaftszone Ost für die neuen Bundesländer einzurichten. "Dazu ist es zu spät", sagte von Witzleben in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins ‚stern’. Es komme jetzt vielmehr darauf an, auf die industriellen Kerne zu setzen. "Dort, wo Menschen waren, die etwas von der Industrie verstehen, ist auch etwas übrig geblieben", sagte von Witzleben. Als Highlights nannte er Dresden und Jena.

Ausdrücklich kritisierte der Chef des in Jena ansässigen Konzerns die Arbeit der nach ihrem Vorsitzenden benannten Dohnanyi-Kommission, die im Regierungsauftrag die Erfolge des Aufbaus Ost überprüft und kritisch beurteilt hat: "Statt schnelle Urteile über den Aufbau Ost abzugeben, rate ich, abzuwarten, bis sich die gute Infrastruktur voll auswirkt." Die Befunde seien "zu schwarz gemalt". Vieles davon habe sich angehört, als sei Ostdeutschland "eine leerstehende Katastrophe". Die vom Grundgesetz angestrebten gleichen Lebensverhältnisse für alle ließen sich "flächendeckend nicht realisieren". Von Witzleben zum stern: "Die Politik sollte vielleicht über eine Änderung des Grundgesetzes nachdenken."

(Nachricht vom 26.05.2004)


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