MÖNCHSPFEFFER HILFT BEI PMS
Etwa jede zweite Frau leidet einmal im Monat an den typischen
Beschwerden des prämenstruellen Syndroms (PMS). Blähungsgefühl,
Brustspannen, Depressionen, Gereiztheit und Kopfschmerzen treten in
der zweiten Zyklushälfte vor der Menstruation auf und verschwinden
mit dem Beginn der Regelblutung wieder. Hilfe verspricht körperliche
Aktivität sowie eine Ernährungsumstellung durch Fettreduktion
und Erhöhung des Kohlenhydratanteils. Bei Frauen mit leichter
bis mittlerer Ausprägung der Beschwerden sind auch Phytopharmaka,
die der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) enthält, wirksam.
Bei Frauen mit PMS, die vor allem unter depressiven Verstimmungen
und Verhaltensstörungen leiden, hat sich die Behandlung mit Johanniskraut
bewährt.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
WURZELEXTRAKT GEGEN ATEMWEGSINFEKTION
Für Menschen mit akuten oder chronischen Atemwegsinfekten gibt
es zu Schleimlösern und Antibiotika eine Alternative aus der Phytomedizin
- die afrikanische Heilpflanze Umckaloabo. Der Extrakt aus den Wurzeln
dieser Pflanze wirkt antibakteriell, antiviral und schleimlösend.
In Studien erwies sich der Extrakt als wirksam bei Infekten von Nasennebenhöhlen,
Mandeln und Bronchien. Das Präparat ist nicht ganz neu, aber es
gab lange Zeit Probleme, den Rohstoff zu beschaffen. Seit kurzer Zeit
werde die den Wurzelextrakt liefernde Pflanze exklusiv in südafrikanischen
Plantagen angebaut. Die gute Wirksamkeit des Wurzelextraktes bei Atemwegsinfektionen
beruht nach Angaben des Unternehmens auf mehreren Mechanismen. Zum einen
ziehe das Mittel einen Schutzfilm über die Zellen. Damit werde
verhindert, dass sich Bakterien oder Viren an den Schleimhautzellen
festsetzen können. Darüber hinaus wirke das Phytopharmakon
auch direkt antibakteriell gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterien.
Außerdem mobilisiere es körpereigene Immunzellen. Zusätzlich
wirke der Extrakt genauso wie synthetische Medikamente stark schleimlösend.
Alle bronchitistypischen Symptome wie Husten, Auswurf, Brustschmerz
und Atemnot seien unter der Therapie mit dem Phytopharmakon deutlich
besser und schneller abgeklungen als unter Placebo.
HOMÖOPATHIE BEGINNT MIT RICHTIGER ERNÄHRUNG
Die Ernährungstherapie ist Grundlage eines jeden weiteren Naturheilverfahrens.
Allerdings sollte vor dem Beginn einer Nahrungsergänzung mit Vitaminen,
Enzymen, Spurenelementen und Aminosäuren zunächst einmal die
Ernährung analysiert werden. Denn die Ernährung beeinflusst
nachhaltig unser Immunsystem. Das Immunsystem wiederum bietet Schutz
gegen degenerative Erkrankungen. Doch unser Körper ist an essentiellen
Ernährungsgrundstoffen verarmt. Denn eine gesunde Ernährung
mit viel Obst und Gemüse ist heute nicht mehr ausreichend. Auch
eine hochwertige Ernährung bedarf heute einer Auswahl an Vitaminen,
Spurenelementen und Aminosäuren zum optimalen Schutz vor Krankheiten.
GEFAHR VON JODMANGEL BEI SALZARMER ERNÄHRUNG
Jede fünfte Frau und jeder dritte Mann in Deutschland haben Veränderungen
an der Schilddrüse, die meist durch Jodmangel verursacht werden.
Trotz der weiteren Verbreitung von jodiertem Salz gilt Deutschland immer
noch als Gebiet mit leichtem Jodmangel. Die Deutschen essen im Schnitt
nur zwei Drittel der empfohlenen Jod-Menge. Erwachsene sollten nach
WHO-Vorgaben 100 Mikrogramm Jod pro Tag zu sich nehmen. Der entscheidende
Durchbruch für eine verbesserte Jodversorgung gelang in Deutschland
1989. Seither darf jodiertes Kochsalz nicht nur in privaten Haushalten,
sondern auch in der industriellen Lebensmittelherstellung und in Großküchen
verwendet werden. Gerade bei einer salzarmen Ernährung, die immer
wieder empfohlen wird, sind besonders bei erhöhtem Jodbedarf latente
Joddefizite möglich. Erhöht ist der Jodbedarf etwa in der
Pubertät sowie während Schwangerschaft und Stillzeit. Um auf
der sicheren Seite zu sein, ist zumindest in solchen Lebensphasen eine
Jodprophylaxe sinnvoll.
SCHUTZ BEIM VERZEHR VON TIERISCHEM EIWEISS
Fast 40 Prozent aller Muscheln aus dem Mittelmeer sind mit Hepatitis-A-Viren
infiziert. Wer gerne Muscheln oder Schalentiere isst, sollte deshalb
gegen Hepatitis A geimpft sein. Eine Impfung gegen Hepatitis A ist
auch noch kurzfristig vor Reisebeginn möglich. Vor allem der
Verzehr roher Muscheln sollte vermeiden werden. Denn der beste Schutz
ist immer noch gutes Abkochen. Steigt die Temperatur auf über
70 Grad, werden die Krankheitserreger abgetötet.
Vor Salmonellen kann Koriander Schutz bieten. Denn Koriander
hat eine antibiotische Wirkung. In Labortests tötete Koriander
Salmonellen und war darin effektiver als medikamentöse
Wirkstoffe. Die Wirksubstanz im Koriander heißt Dodecenal
und ist in den Koriander-Körnern und in den Blättern
enthalten. Koriander wird vor allem in mexikanischer Salsa-Sauce
und in der asiatischen Küche verwendet.
HOMÖOPATHISCHES GLOSSAR
Akupunktur
In der traditionellen Chinesischen Medizin ist sie seit Jahrtausenden
bekannt. Mit Hilfe von Nadeln, die in die Haut gestochen werden, soll
der gestörte Energiefluss ins Gleichgewicht gebracht werden. Die
Kosten für die Akupunktur werden in Einzelfällen bei der Therapie
von Schmerzen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Ayurveda
In der indischen „Wissenschaft vom Leben“ werden
rund 700 verschiedene Präparate, Ölmassagen und Bäder
eingesetzt. Damit wollen die Ärzte die gestörten „Energien“ der
Kranken wieder ins Gleichgewicht bringen.
Ayurvedische Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen
nicht erstattet.
Homöopathie
Die Homöopathie wurde 1796 von Samuel Hahnemann begründet.
Er setzte Stoffe ein, die bei einem gesunden Menschen Symptome
von Krankheiten auslösten. Hoch verdünnt und geschüttelt,
sollen diese die Selbstheilungskräfte im Körper des
Patienten wecken.
Homöopathische Arzneien werden nur in Ausnahmefällen
erstattet.
Kneipp Kuren
Kalte Güsse, warme Waschungen, Tauchbäder und Schwitzgänge
sollen den Körper abhärten. Das war vor mehr als hundert
Jahren die Idee des Geistlichen Sebastian Kneipp. Neuere Studien
zeigen: Die Stresstoleranz steigt und der Blutdruck wird gesenkt.
Kneipp Kuren sind keine direkte Kassenleistung.
Phytotherapien
Die Phytotherapie lehrt, wie Pflanzen Krankheiten heilen: durch
Inhalieren, Umschläge oder Bäder, in Form von Tee,
Salben, Pulver, Säften oder Tabletten. Etwa 400 Medizinpflanzen
sind derzeit im Handel.
Seit dem 1. Januar 2004 müssen die Kosten für viele
pflanzliche Arzneimittel nur noch in Ausnahmefällen von
den Kassen übernommen werden.
Traditionelle chinesische Medizin
Sie basiert auf der Annahme, dass sich der Körper von Krankheiten
wieder erholt, wenn er sich im „energetischen Gleichgewicht“ befindet.
Um dies zu erreichen, werden unter anderem Heilkräuter
und Akupunktur eingesetzt. Die Kosten werden in Einzelfällen
bei der Therapie von Schmerzen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
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