ZELLGIFTE IN KONTAKTLINSENREINIGERN
Eine Untersuchung der Verbraucherzeitschrift \"Öko-Test\",
die im Januar 2004 veröffentlicht wurde, ergab, dass die
Reinigungswirkung vieler Pflegemittel für weiche Kontaktlinsen
zu wünschen übrig lässt. Von 20 getesteten Mitteln
erhielten nur vier das Testurteil \"sehr gut\", wobei
genauso viele als \"mangelhaft\" eingestuft wurden. Wie \"Öko-Test\" berichtet,
konnte keines der Mittel, die den Wirkstoff Polihexanid enthalten,
einen bestimmten Keim vernichten, der 90 % der Augeninfektionen
in Deutschland hervorruft. Die Reiniger, die den Inhaltsstoff
Wasserstoffperoxid zur Desinfizierung verwenden, schnitten hier
deutlich besser ab. Noch schockierender für die 2,4 Millionen
Kontaktlinsenträger in Deutschland ist die Erkenntnis, dass über
die Hälfte der geprüften Produkte die Hornhaut angreifen
und sie durchlässiger machen für andere Stoffe, die
auf diese Weise ins Auge eindringen können. Sechs der Reiniger
wiesen sogar die Zusatzstoffe Borsäure und Borate auf. Dabei
handelt es sich um gefährliche Zellgifte, die durch die
Haut in den Körper gelangen können. Die beste Möglichkeit,
sich vor einer Infektion zu schützen, ist, das Pflegemittel
regelmäßig auszuwechseln und den Linsenbehälter
auszukochen.
Testsieger war das Produkt „Lenscare Kombisept“,
das mit dem Testurteil \"sehr gut\" ausgezeichnet wurde
und mit einem Preis von 2,34 Euro je 100 Milliliter auch ein
gutes Preis-Leistungsverhältnis darstellt.
(Nachricht vom 15.01.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
DA HELFEN AUCH KEINE KONTAKTLINSEN
Nach den Ereignissen vom 11. September 2001 will nach den USA
nun auch Australien strengere Kontrollen an Flughäfen einführen.
Ein biometrisches Kontrollsystem soll zum Einsatz kommen, das
mit technischen Hilfsmitteln die Gesichter der Reisenden erfasst.
Dieses System lässt sich nur schwer überlisten und selbst
farbige Kontaktlinsen können hier nicht täuschen. Mit
einer Trefferquote von 98% und einer Verkürzung der Kontrollzeiten
von 45 auf 17 Sekunden soll Smartgate, so der Name des Systems,
die Abfertigung an den australischen Flughäfen erheblich
erleichtern.
(Nachricht vom 15.01.2004)
FARBIGE KONTAKTLINSEN KÖNNEN SCHÄDLICH SEIN
In den letzten Jahren haben sich farbige Kontaktlinsen zu
einem wahren Trend entwickelt. Jedoch ist dieser modische Spaß nicht
ganz ohne Risiko, denn um eine richtige Farbveränderung
zu erreichen, muss die Effektlinse eine sehr deckende Farbschicht
aufweisen. Trotz der transparenten Stelle, die als Guckloch
für die Pupille dient, wird mit einer solchen Kontaktlinse
weniger Licht ins Auge transportiert. Dies führt unter
Umständen zu einer beeinträchtigten Sehfähigkeit.
Wirklich gefährlich sind bei colorierten Linsen sogenannte
Billigangebote. Teilweise weisen diese preiswerteren Modelinsen
kleine Unebenheiten auf, die die Hornhaut verletzen können.
Außerdem neigt das Material bei Produkten von minderer
Qualität oft zu Rissen.
(Nachricht vom 15.01.2004)
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