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Optik

TIPPS FÜR KONTAKTLINSENTRÄGER

von Dr. Thomas Nick

Zu Beginn muss geprüft werden, ob ein Mensch mit eingeschränkter Sehfähigkeit überhaupt Kontaktlinsen tragen darf. In manchen Fällen nämlich, wie beispielsweise bei einer krankhaften Veränderung des Auges, sollte man vom Gebrauch von Kontaktlinsen absehen. So oder so ist es dringend ratsam, erst einmal einen Augenarzt zu konsultieren, bevor man mit dem Tragen von Linsen beginnt.

Wenn Sie zum ersten Mal Kontaktlinsen tragen, werden Sie das Gefühl nicht los, als hätten Sie einen Fremdkörper im Auge. Diese Empfindung hat man besonders bei harten Linsen. Doch nach spätestens zwei bis drei Wochen haben Sie sich daran gewöhnt.

Welche Art von Linsen Sie sich zulegen, hängt vor allem davon ab, wie lange Sie planen, diese täglich zu tragen. Empfehlenswert für lange Perioden (morgen bis abends) sind weiche und anpassungsfähige Linsen. Achten Sie hier jedoch vor allem auf extrem sauerstoffdurchlässige Kontaktlinsen. Diese verhindern ein unangenehmes Austrocknen, was wiederum eine Rötung und entsprechenden Juckreiz mit sich bringt. Um die Linse nach mehreren Stunden mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, sollten Sie vor allem auf Reisen, aber auch im Büro stets Augentropfen dabei haben und ab und an die Augen benetzen. Gänzlich auf Kontaktlinsen verzichten sollte man auf Langstreckenflügen oder in Räumlichkeiten, die ausschließlich durch Klimaanlagen belüftet werden. Denn dort herrscht extrem trockene Luft und dies ist schädlich für Linsen.

Auch wenn Sie sich am Anfang mit Ihren neuen Kontaktlinsen schwer tun, verzweifeln Sie nicht. In vielen Fällen kommen Menschen mit neuen Linsen nicht zu Recht. Sie wären also kein Einzelfall. Hier rate ich, die Linsen durch eine Brille zu ersetzen, und einen Augenarzt aufzusuchen, der Ihnen dann neue Kontaktlinsen empfiehlt.

Menschen mit Sehschwächen müssen zunächst prüfen, ob der von Ihnen ausgeübte Beruf sich mit dem Tragen von Kontaktlinsen überhaupt vereinbaren lässt. Staub und extreme Trockenheit schaden optischen Linsen. Daher sollten Berufszweige wie Bauarbeiter, Bäcker oder im Labor Tätige bei der Ausübung Ihres Berufes eher eine Brille tragen. Beim Sport wiederum empfiehlt sich das Tragen von Kontaktlinsen wegen der verminderten Unfallgefahr. Achten Sie jedoch auf sauerstoffdurchlässige Linsen.

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, sollten Sie im Vorfeld auf jeden Fall Ihren Augenarzt konsultieren.

Mädchen, Frauen und besonders eitle Männer aufgepasst! Wenn es ums Schminken geht, sollten Träger von Kontaktlinsen die folgenden Tipps beachten. Beim Frisieren ist daran zu denken, Haare vor dem Einsetzen von Kontaktlinsen zu fönen und zu stylen. Das Gleiche gilt für den Gebrauch von Gesichtspuder und Grundierung. Beim Schminken der Augen aber sollten Sie die Linsen bereits eingesetzt haben. Verwenden Sie nur Augen-Make-up, das keinen Puder, kein Parfum und keine Farbstoffe enthält. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass feine Partikelchen auf Ihre Linsen geraten, die die Oberfläche angreifen können.

Wenn Sie diese Tipps beachten, werden Sie hoffentlich keine Probleme mit Ihren Kontaktlinsen haben.

(Angaben ohne Gewähr)


INFOS ZU BRILLEN

Allgemeines

Das Wort Brille leitet sich von dem mittelhochdeutschen Begriff „berille“ ab, der auf das Material Beryll zurückgeht, ein Halbedelstein, der früher als Rohmaterial für erste Lesehilfen, den sogenannten Lesesteinen, verwendet wurde. Eine Brille ist ein optisches Gerät zum Ausgleich von Anomalien der Brechkraft der Augen oder zum Schutz der Augen. Eine Brille besteht aus einem Gestell und, je nach Funktion, aus geschliffenen und/oder getönten Brillengläsern.

Korrekturbrillen

Entsprechend der Anomalien der Brechkraft der oder des Auges/n müssen die Brillengläser auf verschiedene Art und Weise angepasst werden. Die häufigsten Anomalien sind Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus (Hornhautverkrümmung). Patienten mit einer Kurzsichtigkeit benötigen zum Ausgleich sphärische Gläser mit einer Dioptrienzahl mit negativem Wert, dies sind Konkavgläser (Streulinsen). Patienten mit einer Weit- oder Alterssichtigkeit benötigen dagegen Konvexgläser (Sammellinsen), also Gläser mit einer Dioptrienzahl mit positivem Vorzeichen. Wenn eine Hornhautverkrümmung ausgeglichen werden muss, benötigt der Patient zylindrische Gläser. Als Material für die Brillengläser stehen Flint- oder Kronglas oder alternativ das meist teuere Hartplastik zur Verfügung. Bei Alterssichtigkeit kann man, alternativ zu zwei getrennten Brillen für die Nähe und Ferne, Brillengläser wählen, die mehrere Stärken vereinen. Zur Auswahl stehen hier: die Bifokalbrille mit zwei verschiedenen Stärken (oben für die Ferne, unten für die Nähe), eine Trifokalbrille, die zusätzlich in der Mitte eine Stärke für mittlere Entfernungen besitzt oder die Gleitsichtbrille mit verschiedenen Stärken für Nähe und Ferne, die stufenlos ineinander übergehen.

Sonnenbrillen

Sonnenbrillen werden in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Preislagen angeboten. Doch Vorsicht: Nicht alle Sonnenbrillen absorbieren die für das Auge schädlichen UV-Strahlen in ausreichendem Maße. Da die Pupillen hinter den dunklen Gläsern besonders weit geöffnet sind, kann das für die Augen besonders schädlich werden. Achten Sie beim Kauf deshalb auf eine entsprechende Garantie für die Absorption von UV- Licht. Neben den herkömmlichen Sonnenbrillen gibt es noch sogenannte Lichtschutzgläser, die als Korrekturlinsen und gleichzeitig als Sonnenschutz dienen.


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