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Sport & Freizeit

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Billard

DIE GESCHICHTE DER BILLARDKUGEL

1865:
Erste Patentanmeldung einer Billardkugel. Diese Kugel bestand aus gepressten Stoffresten mit einem Überzug aus Schellack und Elfenbeinstaub. Sie wies schlechte Roll- und Laufeigenschaften auf und zudem fehlte der typische ‚Klick’ bei der Kollision zweier Kugeln.

1867:
Verbessertes Patent durch mit Kollodium beschichteten Kugeln. Diese Kugeln rollten deutlich besser als ihre Vorgänger, hatten jedoch den Nachteil, dass es beim Zusammenstoß zu kleinen Explosionen kam.
Daher schrieb ein damaliger Saloonbesitzer der Herstellerfirma Hyatt:
„Mir macht es nichts aus, aber jedes Mal, wenn die Kugeln zusammenstoßen, ziehen alle Männer im Raum den Revolver.\"

1868:
Der Durchbruch durch die Erfindung des Celluloid durch John L. Hyatt. Celluloid, ein abgewandelter Naturstoff aus Zellulosenitrat und Kampfer, konnte dank seiner thermoplastischen Eigenschaften in nahezu jede Form gebracht und beliebig gefärbt werden. Zudem ist dieser Werkstoff feuchtigkeitsunempfindlich und behält seine Form und Eigenschaften über viele Jahre hinweg.


Abschließend darf man wohl sagen, dass der Billardsport eng an die Entwicklung neuer Kunststoffe geknüpft war und wir viele unserer heutigen Annehmlichkeiten in dieser Form vielleicht nie kennen gelernt hätten.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


AUFBAU EINES BILLARD-QUEUES

Das wichtigste Spielgerät, neben Tisch und Kugeln, ist der Queue.
Dieser aus Kunststoff, Metall, Holz und Leder zusammengesetzte “Spielstab” besteht im Allgemeinen aus drei Teilen:

1. Spitze
Hier befindet sich eine Lederkappe, um den Aufprall des Queues auf die Kugel abzudämpfen. Bei preiswerteren Queues ist die Lederspitze in der Regel aufgeschraubt, wohingegen bei qualitativ hochwertigen Queues die Lederspitze immer aufgeklebt ist und daher auch als Klebeleder bezeichnet wird.

2. Verbindung (Joint)
Als Verbindung bezeichnet man das Teilstück, in dem Ober- und Unterteil des Queues zusammen geschraubt werden. Auch hier existieren Qualitätsunterschiede, wohingegen bei günstigeren Fabrikaten meist die Materialien Kunststoff und Messing Verwendung finden. Hochwertige Queues besitzen eine Verbindung aus poliertem Stahl.

3. Das Unterteil
Das Unterteil beginnt direkt nach dem Joint und ist lackiert, um das Holz und die fein gearbeiteten Intarsien und Verzierungen zu schützen.
Ein Griffband, welches zum Unterteil gehört, ermöglicht dem Spieler eine hohe Kontrolle des Queues und verhindert ein Abrutschen. Jeder Spieler hat hier sein eigenes Geheimrezept. Er entscheidet, ob er beispielsweise mit irischen Naturleinen oder mit einem Kunststoffband aus Nylon spielt.


BILLARD LIEGT ZUNHEMEND IM TREND

Die Anzahl der Billardspielerinnen und Billardspieler ist in den letzten Jahren unverhältnismäßig stark angestiegen. Im Freizeitbereich genauso wie in der Profiliga. Schätzwerte gehen davon aus, dass von den drei Millionen Billardbegeisterten in Deutschland mehr als 6.000 Spieler ihr Hobby mit hohem Leistungsinteresse in einem der ca. 1.500 Billard-Vereine betreiben.

Dieses Wachstum wirkt sich positiv auf das Medieninteresse aus und fördert zugleich den Profisport. Die zunehmend größeren Turniere und Meisterschaften rücken vermehrt in das Interesse der Öffentlichkeit. Sponsoren-Preisgelder in Höhe von bis zu 30.000 Euro sind heute keine Seltenheit mehr.

Ein guter Billardspieler steckt in jedem. Egal ob jung oder alt, groß oder klein, bei diesem Sport zählen Geschicklichkeit, starke Nerven und Konzentrationsfähigkeit. Diese wichtigen Eigenschaften lassen sich mit einer gewissen Ausdauer erlernen und können auch helfen, Alltagssituationen positiv zu meistern. Vielleicht ist das der Grund für die schnell wachsende Fangemeinde.


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