VERDOPPLUNG DES GESUNDHEITSTOURISMUS BIS 2010
Gesunde Erholung liegt im Trend. Bis 2010 wird sich der Wellnesstourismus
verdoppeln, so die Prognose des Instituts für Freizeitforschung.
Anlässlich der Weltmesse des Tourismus, ITB 2004, stellte
das Münchener Institut seine Untersuchung "Marktchancen
im Gesundheitstourismus" vor, wonach die Ausgaben für
gesunden Erholungstourismus von 2,13 Mrd. EUR bis 2010 auf 3,65
Mrd. EUR steigen werden.
Gesunde Erholung liegt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
im Trend, so das Resultat der 34. Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft
Urlaub und Reisen (F.U.R.). Lag der Anteil der Bundesbürger
im Marktsegment Wellness 1999 bei 6 Prozent, stieg er 2002 auf
13 Prozent. Das Marktpotential 2004 - 2006 beziffern die Forscher
der F.U.R. auf 16 Prozent. Die ITB hat dem starken Trend auf
der diesjährigen Messe erstmals Rechnung getragen. Das "Forum
Wellness" bündelte erstmals die vielfältigen
Angebote und vermittelte dem Besucher einen umfassenden Überblick über
die neuesten Branchentrends.
(Nachricht vom 10.04.2004)
(Alle Angaben ohne Gewähr)
NICHT NUR ZUR ERHOLUNG: GRILLEN IST MÄNNERSACHE
Männer am Grill fühlen sich in die Rolle des Jägers
und Höhlenmenschen zurückversetzt. Am Grillrost werden
die männlichen Urinstinkte geweckt, sagte Nina Degele, Professorin
für Soziologie und Geschlechter-Forschung an der Universität
Freiburg, in einem dpa-Gespräch. Grillen ist vor allem beim
männlichen Geschlecht beliebt, da diese die Arbeit mit rohem
Fleisch als männlich und archaisch empfänden. Thematisch
geht es um den wilden Mann, der für die Ernährung der
ganzen Gruppe verantwortlich ist. Das Grillen symbolisiert die Zubereitung
der unter Gefahr erlegten Beute und die Versorgung der Gruppe.
Zudem werde am Grill die Rolle in der Gesellschaft entschieden. "Wer
Feuer anzündet, steht in der Sozialhierarchie ganz oben",
sagte die Professorin, die das vor drei Jahren gestartete Forschungsprojekt "Grillen
und Lebensstil" leitet. "Grillen ist auch ein Ritual, bei
dem die Zugehörigkeit zu einer Gruppe gezeigt wird", sagt
Nina Degele. Jungen und Männern sei wichtig, einer Gruppe anzugehören
und sich dort darzustellen. Dies funktioniere am Grill besonders gut.
(Nachricht vom 03.06.2004)
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