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Kategorie Sport & Freizeit > Kartenspiele
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Kartenspiele

DEUTSCHES SPIELEARCHIV

Das seit 1985 in Marburg (Lahn) ansässige Spielearchiv vergibt den Kritikerpreis ‚Spiel des Jahres’. Es beherbergt eine der größten Sammlungen zeitgenössischer Brettspiele und Kartenspiele, Computerspiele und eine umfangreiche Fachbibliothek. Das Deutsche Spiele-Archiv hat sich die Aufgabe gestellt, die Spiele-Produktion nach 1945 bis heute zu dokumentieren und damit Grundlagen für eine intensive Analyse und wissenschaftliche Reflexion der Spiel-Entwicklung unserer Zeit zu schaffen. Bestände: Das Deutsche Spiele-Archiv umfasst mit seinem Fundus in Marburg eine der größten Sammlungen zeitgenössischer Brett- und Kartenspiele, darüber hinaus aber auch Elektronik- und Computerspiele und sonstige spielhistorisch relevanten Archivalien (Spielfiguren, Würfel, Spielgeld usw.). Sie wird ergänzt durch eine Fachbibliothek mit umfangreichem Buch- und Zeitschriftenbestand (ca. 4.500 Bände), die wichtigsten Zeitschriften des In- und Auslandes, durch eine umfangreiche Katalog- und Prospektsammlung und Sacharchive (Realarchiv, Verlags- und Autorenarchive, Rezensionsarchiv).

Das Deutsche Spiele-Archiv ist ein Arbeitsarchiv, dessen Bestände nicht ausgeliehen werden können. Es steht Wissenschaftlern, Sozialarbeitern, Autoren, Lektoren, Journalisten, aber auch Privatpersonen zur Verfügung. Termine für langfristige Arbeiten müssen mit der Archivleitung abgesprochen werden. Das Deutsche Spiele-Archiv wird von der Stadt Marburg und dem Verein \"Spiel des Jahres\" gefördert.
Kontakt: http://www.uni-marburg.de/spiele-archiv/

(Alle Angaben ohne Gewähr)


DER URSPRUNG DES KARTENSPIELS

Zwar nicht eigentliche Spielkarten, aber doch ähnlichen Zwecken dienende elfenbeinerne und hölzerne, mit Figuren bemalte Täfelchen hatten die Chinesen und Japaner schon längst, ehe die Karten bei uns bekannt waren. Wer sie in Europa eingeführt hat, darüber wissen wir nichts Sicheres. Die erste sicher beglaubigte Erwähnung der Spielkarte ist datiert aus dem Jahr 1392, wo der Schatzmeister Karls VI. von Frankreich in seinem Ausgabebuch eine Zahlung für drei Spiele Karten in Gold und Farben an den Maler Jacquemin Gringonneur verzeichnet hat. Die Spielkarten können also nicht erst, wie behauptet worden, zur Unterhaltung für den geisteskranken König Karl erfunden worden sein.

Wahrscheinlich ist es, dass die Sarazenen die Spielkarte in Europa eingeführt haben. Die ältesten Spielkarten wurden oft mit großer Kunstfertigkeit gemalt. Besonders berühmt waren die deutschen Kartenmacher, welche um 1300 bereits Innungen gebildet zu haben scheinen. Nachdem die Erfindung der Holzschneidekunst und des Kupferstichs unbeschränkte Vervielfältigungen ermöglicht hatte, stieg der Export billiger Karten aus Deutschland außerordentlich. Besonders Ulm, Augsburg und Nürnberg entwickelten eine gewinnreiche Kartenindustrie. Wegen ihrer Bedeutung für die Entstehungsgeschichte der Typographie, wegen der Trachtenbilder, welche auf ihnen erhalten sind, nach welcher Richtung hin spätere Abarten der französischen Karte besonders interessantes Material liefern, sind die Spielkarten früherer Zeiten von besonderem kulturgeschichtlichen Interesse und werden darum gesammelt

Bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Kartenherstellung ein wichtiger Industriezweig, besonders in Frankreich und Deutschland (Stralsund, Hamburg, Kassel, Naumburg a. S., Frankfurt a. M, München, Stuttgart, Ravensburg, Ulm, Mainz etc.). In den meisten Ländern unterlag die Spielkarte einer so genannten Stempelsteuer.


KARTEN RICHTIG MISCHEN

Wie oft muss ein Spieler die Karten mischen, bis kein Mitspieler mehr weiß, wo sich welche Karte im Spiel befindet? Ein Wissenschaftler von der Oxford Universität fand jetzt heraus, dass das gewünschte Resultat erst nach sechsmaligem Mischen erzielt wird. Die angestrebte Zufälligkeit ist jedoch nur vom perfekten Mischer und mit einer bestimmten Mischmethode zu erzielen: Kartenstoß halbieren, Karten verdeckt auf den Tisch legen und wechselseitig ineinander schieben. Behält man den Kartenstoß in der Hand, ist das Vermischen viel weniger effizient.

Die Ergebnisse der mathematischen Analysen sind allerdings nicht nur für Kartenspieler interessant: Sie können auch dabei helfen, militärische Einrichtungen zu tarnen, den Aktienmarkt zu analysieren oder Nachrichten zu verschlüsseln.


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