TIPPS FÜR DAS RICHTIGE SHOPPING MIT DER KREDITKARTE
Bargeld ausgegangen? Da ist ein Plastikkärtchen praktisch: Schnell
beim nächsten Geldautomaten vorbei, um mit ec-Karte und Geheimnummer
(PIN) Geld zu holen. Vorsicht ist bei langen Warteschlangen am Automaten
geboten. Damit der Hintermann die Eingabe der PIN nicht beobachten
kann, sollte immer um angemessenen Abstand gebeten werden. Diebe
nutzen diesen simplen Trick, um erst an die PIN zu gelangen und später
die Karte zu stehlen. Damit haben sie freien Zugriff auf das Konto des
Bestohlenen. Der Zentrale Kreditausschuss der Banken und Sparkassen
(ZKA) rät zudem, mit der freien Hand oder dem Geldbeutel den Blick
auf die Tastatur für Fremde zu versperren.
Wenn die Karte doch einmal verloren geht oder gestohlen wird,
umgehend bei der Hausbank oder dem zentralen Sperrannahmedienst
unter 01805 / 021021 anrufen. Ist die Karte gesperrt, geht auch
ein eventueller Missbrauch nicht mehr zu Lasten des Karteninhabers.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
VORSICHT BEIM SHOPPING IM TÜRKEI-URLAUB
Betrugsfälle mit Zahlungskarten in der Türkei nehmen seit
Anfang 2004 signifikant zu. Gerade in der Urlaubsgegend Antalya, Alanya,
Side und Manavgat steigt der Abgriff von Kartendaten. Tatorte sind meist
so genannte Wechselstuben, Postagenturen oder Geschäfte, die sich
als solche ausgeben. Auch in verschiedenen Schmuck- und Juweliergeschäften
werden Daten der Zahlungskarten kopiert und die dazugehörige Geheimnummer
(PIN) ausgespäht. Später erstellen die Betrüger Dubletten,
mit denen sie an unterschiedlichen Geldautomaten in der Türkei über
die betroffenen Konten verfügen. Da die Opfer weiterhin im Besitz
ihrer Karte sind und keinen Missbrauch vermuten, lassen sie diese nicht
sperren. So können die Täter erheblichen Schaden anrichten.
Die stetig wachsenden Betrugsfälle stellen insbesondere
in der bevorstehenden Sommerurlaubszeit eine nicht unerhebliche
Gefahr für deutsche Urlauber und die deutsche Kreditwirtschaft
dar.
Reisende sollten daher ihre Zahlungskreditkarte nie unbeaufsichtigt
an Dritte zur Bezahlung übergeben und bei der PIN-Eingabe
unbedingt darauf achten, dass ihnen niemand über die Schulter
schaut.
PROBLEMTHEMA: KAUFSUCHT
Kaufsucht ist das schubweise auftretende, süchtige Kaufen von Konsumgütern.
Der Süchtige verspürt einen unwiderstehlichen Drang, der stärker
als der eigene Wille erfahren wird. Die Kaufsucht kann abwechselnd oder
gleichzeitig mit anderen Süchten auftreten, wie Esssucht und Alkoholsucht.
Kaufsucht ist eine eher unauffällige Sucht. Geldprobleme können
kurzfristig durch Girokonten, Konsumkredite und Kreditkarten überspielt
werden. Bei der Kaufsucht verschafft das Kaufen selbst diese Befriedigung,
weniger der Besitz oder der Konsum der Güter. Gekauft wird aus
unterschiedlichen Motiven: zur Beruhigung, zum Aufputschen oder zur
Selbstbestätigung. Die Ursache der Kaufsucht ist psychisch bedingt,
geht meist mit mangelndem Selbstbewusstsein einher. Kaufsucht ist immer
mit einem schlechten Gewissen und Schamgefühl verbunden. Die finanziellen
Folgen reichen von einem ständig überzogenen Konto bis zur
Verschuldung in Millionenhöhe.
Strategien gegen Kaufsucht – Sofortmaßnahmen:
- Alle Kreditkarten zurückgeben und immer mit Bargeld bezahlen
- Nicht zu Schluss- oder Sonderverkäufen gehen
- Eine Bestandsliste aller Kleider anlegen und diese Liste immer
bei sich tragen
- Bei Entscheidungsschwierigkeiten die Stücke zur Auswahl
mitnehmen und dann höchstens eines behalten
Strategien gegen Kaufsucht - Die Sucht besiegen:
- Sich selbst eingestehen, dass man süchtig ist.
- Sich jemanden anvertrauen und um Unterstützung beim Kampf
gegen die Sucht bitten
- Über eine Therapie in einer Selbsthilfegruppe nachdenken
(Quelle: Kaufsuchtstudie Uni Hohenheim)
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