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Sport & Freizeit

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Sport

SPORT & GESELLSCHAFT

Der Sport ist heute durch den Massensport ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Seine Vielfalt an Sportarten wächst zunehmend und ist jetzt schon kaum noch überschaubar. Abgesehen vom Alltag des Menschen gilt der Sport heute als einer der größten und wichtigsten Wirtschaftszweige.

Der Sport wird in der Fachsprache in vier markante Bereiche gegliedert: der Breitensport/Volkssport, der Leistungssport, der Schulsport und der Rehabilitationssport. Beim Volkssport steht in erster Linie die Suche nach Freude, Geselligkeit, Gesundheit und Kommunikation im Vordergrund. Der Volkssport wird allgemein durch Vereine betreut. Abgesehen von der erhöhten Lebensqualität fördert er vor allem die Kommunikation, aber auch die Solidarität und das Demokratieverständnis. Der Leistungssport ist hingegen auf beruflicher Basis anzusehen. Das Streben nach Höchstleistungen, Rekorden sowie Geldverdienst führt zu Anerkennung und Ruhm. Im Schulsport hat das Erlernen sozialer Verhaltensweisen durch den Sport eine besonders große Bedeutung. Als Erzieher lehrt man die Schülerinnen und Schüler, sich durch sportliche Leistungen an Normen zu orientieren und gemäß gesetzlicher Richtlinien entsprechende pädagogische Ziele zu erreichen.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


DIE GESCHICHTE DES SPORTS

Olympia in Griechenland gilt fälschlicherweise als Wiege des Sports, sei es als Disziplin, Ertüchtigung oder Ausdruck einer Kultur. Ein Irrglauben der breiten Öffentlichkeit, denn schon die Ägypter hatten Ballspiele, Akrobatik, Tanz und Schwimmen in ihrem Repertoire, die Chinesen erfanden den Fußball und Polo wurde aus Persien und Tibet importiert. Indien war auf Yoga ausgerichtet und Japan hatte Sumo-Ringturniere, bei denen Zuschauer schon im siebenten Jahrhundert vor Christus Eintrittsgelder bezahlten. Die Römer schließlich ließen auch Sport treiben, bei dem die Verlierer aber nicht zu selten tot in den Arenen zurückblieben.

Wahr ist, dass Sport in der Antike von den Griechen den Göttern zugeschrieben wurde. Ob nun Kronos (Vater des Zeus) oder Pelops (Großvater des Herakles), dem zu Ehren Wettlauf, Wagenrennen, Speer- und Diskuswurf oder Ringen veranstaltet wurde, dafür verantwortlich war, ist nicht mehr eindeutig zu definieren. Jedenfalls erreichten die so genannten Olympischen Spiele im fünften Jahrhundert eine Blütezeit. Sportler aus allen Gebieten der damals bekannten Welt nahmen daran teil.

Der Reiz des Sports zog Zuseher in den Bann. Der Sinn und Zweck des antiken Sportgeschehens der Männer lag im Ehren der Götter und in der Kriegsvorbereitung. Ruhm und Ehre waren dem erfolgreichen Sportler und seinem Volk zuteil, die Teilnehmer waren Helden und Idole. So etwa galten die Fünfkämpfer als die attraktivsten Männer. Schon damals waren Frauen fast gleichberechtigt und ihre Wettkämpfe fanden vor und nach den Männerwettbewerben statt. Die Spartanerinnen übten sogar Boxen, Ringen und den Diskuswurf.

Im Mittelalter wurden die Sitten vorübergehend rauher. Die Ritter ritten mit Pferd und Lanze in Turnieren gegeneinander, das Fechten, Ringen und die Sportjagd für die adeligen Kreise wurde populär. Im Gegensatz zur Antike galt es nun, in diesen Bewerben die Damenwelt zu beeindrucken und den nächsten ernsthaften Waffengang vorzubereiten.

1572 war das Geburtsjahr des Wintersports. Im hohen Norden erfand Gustav Eriksson Wasa gezwungenermaßen den Wasa-Lauf, als er nach der Ermordung seines Vaters auf den ersten Skiern nach Schweden lief, um Unterstützung im Kampf gegen die Dänen zu erhalten. 350 Jahre später hält man nunmehr zu seinem Gedenken alljährlich diesen Lauf ab.

In Italien begannen sich Adelige in einem Spiel, das sie Calcio nannten, zu ertüchtigen. Es ähnelte dem Rugby, aber es war die Europäische Geburt des Fußballs. Auch heute noch ist der Begriff Calcio das Wort für Fußball. In der historischen Geburtsstätte England empfand man diese Sportart als für Gentleman äußerst unfein und änderte im Laufe der Zeit die Regelwerke. Heute ist das Land von diesem Sport fanatisch besessen.

Tennis wurde im 17. Jahrhundert von den Franzosen bevorzugt, der Siegeslauf der Sportart in anderen Ländern startete später aber mit ungleich höherer Vehemenz. In dieser Zeit wurden auch Schießen und Reiten beliebt, wobei der Reitsport vor allem bei Hofe kultiviert wurde.

Erst im 18. Jahrhundert nahm der Sport die Formen an, die uns bekannt sind. Stoppuhren und Sportpresse wurden erfunden, Boxer prügelten sich um Geld, das Radfahren wurde Allgemeingut, Bergsteiger bezwangen die Höhen und in den USA wurde das beliebteste Spiel des Baseball der Öffentlichkeit vorgestellt.

100 Jahre später etablierten sich Leichtathletik und Eislauf, die Engländer gründen den ersten besagten Fußballverband im Jahre 1863. Und das moderne Kriegsspiel des Schachs wird erarbeitet.

Mit der Belebung der antiken Spiele der Griechen und der Vorstellung der Olympiade der Neuzeit in 1896 beginnt der uns bekannte Sport. Doch im Gegensatz zur „Ehrung der Götter“ nimmt die Entwicklung zur „Mehrung des Wohlstands“ seinen Lauf.


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