AKKUS VERWENDEN - ABER RICHTIG
Theoretisch kann ein Akku unbegrenzt geladen und entladen werden.
Im Laufe eines Akku-Lebens lockert sich jedoch die aktive Masse, die immer
wieder aufgeladen wird, auf. Kleine Teilchen brechen aus der festen Akku-Masse
und können nicht mehr aktiv aufgeladen werden. Im Laufe der Zeit verliert
also jeder Akku an Leistungskraft, bis der Akku schließlich eines
Tages „platt“ ist. Akkus sind zwar nicht mehr ganz so teuer
wie früher, dennoch kann die richtige Handhabe der kleinen Geräte
ihr Leben verlängern und helfen, sich Geld und Ärger zu sparen.
- Passender Akku für passendes Gerät:
Wichtig ist zunächst einmal, dass der passende Akku für
das passende Gerät verwendet wird. Ein Akku, der viel
Leistung bringt, die das Gerät nicht braucht, hilft nicht
weiter, sondern schadet im Extremfall nur.
- Richtiges Netzteil verwenden:
Unbedingt sollte das richtige Netzteil zum Aufladen verwendet
werden. Ein Akku, der mit einem Netzteil aufgeladen wird
und dessen Leistung nur bis zu 2/3 geht, wird auch nur zu
2/3 aufgeladen. Die volle Stromstärke des Akkus wird
nur mit dem passenden Netzteil erreicht.
- Akku ganz leeren:
Bevor der Akku wieder aufgeladen wird, sollte er nach Möglichkeit
ganz leer sein. Auch bei Geräten, die ständiges
Auf- und Abladen gewöhnt sind, wie Laptops oder MP3-Player,
ist es sinnvoll, den Akku von Zeit zu Zeit bewusst ganz leer
werden zu lassen. Es gibt auch spezielle computergesteuerte
Ladegeräte, die den Akku zunächst ganz entladen,
bevor er wieder aufgeladen wird.
- Akku laden, aber richtig:
Den Akku nie öfters laden als notwendig und auch nicht
den Ladevorgang abbrechen. Wenn der Akku ständig nur
halbvoll geladen wird, geht er sehr viel schneller kaputt.
- Die Lebenszeit eines Akkus:
Kein technisches Gerät hält ewig, auch der Akku
nicht. Die alten Nickel-Akkus sind nach ca. 1000 Aufladungen
meist kaputt. Die neueren, leistungsstärkeren Lithium-Akkus
müssen oft schon nach 500 Ladegängen weggeworfen
werden. Akkus gehören aber nicht in den normalen Hausmüll,
sondern sollten bei Batteriesammelstellen abgegeben werden.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
DIE GROßEN SCHRITTE IN DER AKKU-ENTWICKLUNG
Der Anstoß für die Entwicklung des Akkus war die Frage,
wie elektrische Energie in einer Zelle gespeichert und nach Verbrauch
wieder aufgeladen werden kann. Dem französischen Chemiker Plantè gelang
es bereits 1859, eine Art von Bleiakku zu bauen. Aber erst 1868 gelang
es ihm, die elektrische Energie dauerhaft zu lagern und nutzbar zu
machen. Alle Autobatterien funktionieren, freilich mit einigen Verbesserungen,
noch heute nach dem von Plantè entwickelten Prinzip.
Der Wissenschaftler Junger macht sich dann 1899 daran, den
bestehenden Akku weiterzuentwickeln. Er verwendet Nickel als
positive und Cadmium als negative Elektrode für seinen
Akku. Beide Stoffe schwimmen in einer Kalilauge, die als Elektrolyt
dient. Damit war der Alkaline-Akku geboren.
Da Materialien und Herstellung der Akkus teuer waren, blieb
der Akku lange Zeit dem Militär vorbehalten. Es war klar,
dass für den privaten Gebrauch die Konstruktion der Akku-Zellen
verändert werden muss. Die deutschen Elektroexperten
Schlecht und Ackermann machten dabei erste Fortschritte. Aber
erst 1961 konnte der Forscher Neumann eine Akku-Zelle bauen,
die in sich geschlossen war und keine Flüssigkeit mehr
verlor. Damit stand der kommerziellen Nutzung des Akkus nichts
mehr im Wege. Firmen wie Sanyo und Panasonic machten sich
als erste an die Massenproduktion.
DER AKKU – WAS IST DAS EIGENTLICH?
Ein Akku baut sich aus kleinen Brennstoffzellen auf, die auf Grund ihrer
chemischen und physikalischen Eigenschaften elektrische Ladung aufnehmen
und wieder abgeben können. Damit unterscheidet sich der Akku grundsätzlich
von Batterien, die, wenn einmal entladen, nicht mehr zu gebrauchen sind
und weggeschmissen werden müssen. Für gewöhnlich werden
mehrere kleine Akku-Zellen zu einem Paket zusammengeschnürt, damit
die elektrische Ladung ausreicht, um mobile Geräte dauerhaft mit
Strom zu versorgen.
Beim Entladen des Akkus fließen Elektronen von einem
Minuspol zu einem Pluspol. Damit dies geschieht, ist ein Elektrolyt
notwendig. Das ist meist eine Säure, die mit der Akku-Masse
reagiert und somit den Stromfluss anregt. Bei einem Akku aus
Blei wird zum Beispiel Schwefelsäure verwendet. Beim Entladen
des Akkus sinkt die dann spezifische Dichte der Schwefelsäure
und es entsteht Wasser.
Das Wiederaufladen des Akkus ist ein erzwungener Prozess. Indem
elektrische Spannung an die Pole angelegt wird, wird der Akku
angeregt, den Entladungsprozess umzukehren. Der Akku lädt
sich somit langsam wieder auf. Die Forschung ist heute bemüht,
den Akku ständig kleiner und leistungsfähiger zu machen.
Auf Dauer wird der Akku aber wohl durch bessere Systeme zur
Wiederaufladung oder auch Solarzellen ersetzt. Das Wort Akku
ist übrigens die Abkürzung für Akkumulator. Das
bedeutet nichts anderes als Sammler.
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