DIE WUNDERBARE WELT DER HANDHELDS
Kleiner ist schöner ist besser? Nicht unbedingt und in jedem
Fall, doch hat es wohl den Anschein, wenn man die Vielzahl der Geräte
im Taschenformat sieht, die momentan auf dem Markt sind. Vom PocketPC
bis zum GPS-Navigationsgerät: die kleinen Helfer sind meistens
sehr schön designt, gut zu bedienen und stellen somit ein kleines
Wunder der Ingenieurkunst dar – schließlich soll ein Handheld,
wie der Name schon verrät, in der Hand gehalten werden und muss
somit meist einhändig zu bedienen sein. Auch das Innenleben ist
bewundernswert – jedes dieser Handhelds hat ein Vielfaches der
Rechenkraft, die die ersten Riesencomputer hatten, und auch immer
noch mehr als ein Computer von vor 10 Jahren.
Mit dem Begriff Handhelds wird ein sehr großes Feld abgedeckt.
Hier werden kurz die wichtigsten Unterarten von Geräten vorgestellt,
die in diesen Bereich fallen.
PDA (Personal Digital Assistant) oder PocketPCs
Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um kleine
Computer, die man in der Tasche verschwinden lassen kann. Sie erfüllen
eine Vielzahl von Funktionen, die auch der große PC in Ihrem
Büro erledigen kann. Sie enthalten meist einen Kalender, einen
Notizblock, Adressbuch und können per WAP auch E-Mails abrufen.
Sie sind mit einem kleinen Bildschirm und Keyboard ausgestattet. Manche
Modelle haben auch ein Pad für die Schrifterkennung: mit einem
speziellen Stift wird auf dem Pad geschrieben, entweder in einer speziell
für den PocketPC entwickelten Kurzschrift, oder aber in Schreibschrift.
Der Computer lernt dabei die Schrift der Benutzer und druckt sie in
Druckbuchstaben ab.
Beide Systeme, Keyboard und Schreiberkennung, haben ihre Vor- und
Nachteile. Beim Keyboard muss man sich an die kleinen Tasten gewöhnen,
dem Computer aber nicht erst die eigene Schrift beibringen. Andererseits
kann man bei Schreiberkennung sehr schnell schreiben, hat sich der
Mini-PC erstmal an die Schrift gewöhnt. Die gängigen Betriebssysteme
derzeit sind PalmOS, WindowsCE und EPOC. Die Geräte sind wirklich
nur für kurze Texte und Erinnerungsfunktionen gedacht. Für
längere Aufsätze sind sie nicht geeignet. Und, mit der Ausnahme
vom EPOC, muss man sich viele Softwarezusätze im Internet zusammensuchen.
Palmtops/PalmPilots
Hinter diesen Begriffen verbergen sich leistungsfähigere Kleincomputer.
Sie können mehr als die PocketPCs, sind dafür aber auch
größer (etwa Buchgröße). Mit ihnen kommt man
wesentlich weiter als mit den PDAs, das Erstellen längerer Texte
ist kein Problem, und oft können auch - in begrenztem Maße – Tabellenkalkulationen
durchgeführt werden.
WebPads
WebPads sind in etwa DIN A 5 große Geräte, mit denen man
im Internet surfen kann. Man wählt sich über Funk ins Netz
ein und hat somit eine kabellose Surfmöglichkeit für unterwegs.
Die Entwicklung dieser Geräte steht relativ am Anfang. So kann
man zwar schon sehr gut surfen, aber auf andere Funktionen wie Schrifterkennung
oder Blue-Tooth muss man noch ein wenig warten.
GPS-Geräte
GPS ist den meisten Landratten aus der Autonavigation ein Begriff.
Damit wird das Global Positioning System bezeichnet, also ein satellitengestütztes
System, das erlaubt, genau den Standort einer Person, eines Gegenstandes
oder z.B. einer Wegkreuzung zu bestimmen. Segler kennen diese Geräte
schon länger, werden sie doch mittlerweile standardmäßig
zur Navigation auf hoher See verwendet. Die Geräte sind auch
als Handhelds erhältlich, was vor allem Wanderern in der Wildnis
zu Gute kommt. Diese Handhelds sind mit einem Kompass ausgerüstet
und fangen zusätzlich noch Satellitensignale ein. Sollte das
Satellitensystem einmal nicht funktionieren (so kann z.B. in engen
Schluchten das Satellitensignal nicht immer vom Gerät empfangen
werden), kann man sich noch immer über den Kompass orientieren.
Dabei muss man nicht mal unbedingt ein geübter Kompassleser
sein: das Gerät zeichnet den Weg auf, den man gegangen ist,
und leitet den Nutzer so sicher wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Man muss nur dem Weg auf dem Display folgen. Aber auch zur Kartierung
sind die Geräte geeignet: man kann, basierend auf Längen-
und Breitengraden, bestimmte Punkte markieren und später per
Datentransfer in einer Karte im Computer eintragen. So lassen sich
z. B. Wanderkarten mit markierten Routen erstellen.
Gerade um diese GPS-Geräte hat sich eine große Fangemeinde
gebildet. So gibt es ein Projekt, das alle Kreuzungspunkte von Längen-
und Breitengraden markieren soll. Diese werden dann auf einer Karte
eingetragen, die ein mittlerweile schon recht dichtes Netz von bereits
abgegangenen Kreuzungspunkten enthält. Nachdem ein Grossteil
der wirtlichen Gegenden schon abgegrast worden ist, machen sich nun
die Abenteurer auf den Weg, um die Kreuzungspunkte in der Sahara,
der Antarktis oder im Himalaja zu markieren.
Bei einem anderen Projekt suchen GPS-Enthusiasten nach Mustern in
Stadtplänen, um diese dann mit ihrem GPS-Gerät abzugehen.
In London fand ein akribischer Musterjäger die Form eines Elefanten
im Straßennetz – und machte sich prompt auf den Weg, um
diesen mit dem Handheld zu markieren und das Bild dann im Internet über
den Stadtplan zu legen.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
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