DVD-RECORDER
Jeder kennt die Probleme mit VHS-Videokassetten: Die Bildqualität
wird immer schlechter, je öfter man sie abspielt, vom monatlichen
Bandsalat im Videorecorder ganz zu schweigen. Auf dem deutschen Videomarkt
steht das alte System jetzt auch als Aufnahmegerät im täglichen
Gebrauch kurz vor der Ablösung.
Im Bereich Heimvideo, also beim bloßen Abspielen von
Videofilmen hatte die DVD das VHS-System bereits im Jahre 2002
erstmals überholt.
Insbesondere der Preisverfall bei den DVD-Recordern wird nun
wohl unweigerlich dazu führen, dass der Sonntagsspielfilm
bald bundesweit nur noch auf DVD aufgenommen wird.
Die modernen DVD-Geräte haben dabei vielfältige Funktionen:
Mittlerweile verfügen die meisten über eingebaute
Festplatten, wodurch das Leistungsspektrum noch umfangreicher
wird. Der vollwertige TV-Tuner läßt sich inzwischen
per ShowView programmieren.
Der einzige Nachteil, den die DVD gegenüber der VHS-Kassette
noch nicht wettmachen konnte, ist das Durcheinander bei den
Formaten. Fünf DVD-Formate gibt es derzeit. Und eine Standardisierung
ist noch in weiter Ferne. Pioneer und Panasonic verwenden die
DVD-R als einmal beschreibbares Medium, Philips und die Übrigen
die DVD+R. Hinzu kommen zum mehrfachen Beschreiben die DVD+RW
und DVD-RW. Schließlich gibt es noch die oben erwähnten
Geräte, die man mit einer Computerfestplatte vergleichen
könnte und die zahlreiche Möglichkeiten zur Nachbereitung
bieten.
Für den Käufer sind diese technischen Details eher
weniger bedeutend – unterschiedliche Formate sind allerdings
immer noch nicht kompatibel. Datenträger sind gleich gut
und im Durchschnitt kostet ein DVD-Rohling bei beiden Formaten
nur noch knapp über zwei Euro.
(Alle Angaben ohne Gewähr)
VIDEO ANALOG UND DIGITAL
Die ersten Versuche, Videoaufzeichnungen zu erstellen, wurden
in den frühen Fünfziger Jahren unternommen. Bis dahin musste
man sich zur Speicherung von Fernsehbildern mit dem sogenannten Kinescope
begnügen, einer sehr eigentümlichen Konstruktion, bei der
eine Filmkamera das TV-Bild aufnahm. Das erste käuflich zu erwerbende
Videoabspiel- und Aufnahmegerät war der AMPEX VR-1000, der im
Jahre 1956 auf der Messe der „National Association of Broadcasters“ in
den USA vorgestellt wurde.
Mit der Einführung eines elektronischen Bildspeichermediums
veränderte sich auch das Fernsehen grundlegend. Das Fernsehen
wurde plötzlich wesentlich schneller, die Produktionsprozesse,
insbesondere im Nachrichtensektor, waren nicht mehr auf das Medium
Film angewiesen.
Während damals Bildinformationen magnetisch auf einer Videokassette
gespeichert wurden – handelsübliche HI-8, S-VHS und S-VHS-C
Videokameras tun dies immer noch - basiert Video immer mehr auf der
digitalen Speichermethode.
Aber was bedeutet nun digital? Und worin besteht der Unterschied
zwischen der digitalen und analogen (magnetisch-elektronischen) Videospeichertechnik?
Wenn man Töne oder Bilder aufnehmen will, so müssen diese
auf irgend eine Art und Weise „encodiert“, also verschlüsselt
und auf einer Videokassette gespeichert werden können. Die Lautstärke,
die Helligkeit und die verschiedenen Farbnuancen eines Videobildes
müssen elektronisch festgehalten werden können. Dies geschieht
durch eine Art elektromagnetischer Code. Wenn man also nun eine Videokassette
abspielt, nachdem ein Bild aufgenommen wurde, muß dieser Code
wieder entschlüsselt werden und das Videobild entsteht.
Ursprünglich verlief dieser Prozess der Bildcodierung „analog“.
Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort „analogus“,
was soviel bedeutet wie „ähnlich“. Was das Videobild
betrifft, so bedeutete dies, dass die Lichtwellenlängen des aufgenommenen
Bildes auf das Band gespeichert wurden, indem die Lichtwandler des
Objektives (CCDs = Charged Coupled Devices) diese Lichtwellenlängen
in ähnliche (analogus!) elektronische Wellen umwandelten. Das
gleiche geschieht mit akustischen Wellen bei einem Mikrofon.
Die herkömmliche Art der Speicherung von Video- und Audiosignalen
war also die analoge Technik. Spricht man nun von digitalem Video,
so bedeutet dies, dass sich die Methode, mit der die Lichtwellen gespeichert
werden, geändert hat. Bei der digitalen Methode werden Audio
oder Videosignale in Nummern codiert, die mittels Computertechnik
gespeichert werden können.
Bleiben wir beim Beispiel Audio: Jede Wellenlänge, jede Toneigenart
kann durch Zahlenkolonnen exakt digital abgebildet werden. Diese Nummerncodes
können dann wiederum decodiert werden. Der Computer erkennt dann
die verschiedenen Nummernkolonnen und reproduziert exakt die Klänge,
für die diese stehen. Beim digitalen Video vollzieht sich derselbe
Prozess des Encodierens. Die Zahlenkolonnen repräsentieren hier
die Nuancen und Qualitäten des Lichtes und der Farbe eines Bildes.
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